Ressourceneffizient, zirkulär und nachhaltig: Herstellung und Anwendung von Zementen mit ziegelhaltigen Recyclingbaustoffen; Teil 2
Katrin Severins und Christoph Müller, Düsseldorf, Alexander Winkel, Essen, Benjamin Walter, Vatersdorf, Natalie Gross und Stephan Kreßer, Ludwigshafen am Rhein, Volker Butters, Martin Franzke und Thomas Schuster, Erwitte
Das Forschungsprojekt „R-ZiEMENT“ untersuchte die Verwertung ziegelhaltiger Materialien aus dem Baustoffrecycling und der Ziegelproduktion sowie deren Anwendung in ressourceneffizienten Zementen und dauerhaften Betonen. Es war ein interdisziplinäres Verbundprojekt zwischen Industriepartnern und Forschungsinstituten der Zement-, Beton-, Ziegel- und Recyclingindustrie. Ziel war es, Möglichkeiten zur Reduzierung von CO2-Emissionen durch die Herstellung von R-Zementen mit ziegelhaltigen Recyclingbaustoffen zu ermitteln. Die R-Zemente wurden mit gemahlenen RC-Materialien als Hauptbestandteil hergestellt und erfolgreich in dauerhaltigkeitsrelevanten Zulassungsprüfungen getestet. Dabei wurden sowohl Labor- als auch großtechnische Tests durchgeführt, die die Eignung der Materialien hinsichtlich Umweltverträglichkeit und technischer Standards belegten. Die hergestellten Werkzemente zeigten ein reduziertes Treibhauspotenzial und erfüllten alle relevanten Dauerhaftigkeitskriterien für den praktischen Einsatz im Beton.
Qualifizierung eines Fahrbahndeckenbetons mit Portlandkalksteinzement
Janin Kuhnsch, Bergisch Gladbach, Dirk Ohlemann, Volkstorf
Im Zuge der Umsetzung der Klimaschutzgesetz-Vorgaben gewinnt der Einsatz klinkerreduzierter Zemente im Betonstraßenbau zunehmend an Bedeutung. Bisher wurden diese Zemente vor allem im Unterbeton verwendet, da Zweifel hinsichtlich des Frost-Tausalz-Widerstands bestanden. Ein aktuelles Projekt auf der A9 am Bindlacher Berg zeigt jedoch, dass auch der Einsatz klinkerreduzierter Zemente im Oberbeton möglich ist – ohne Einbußen bei der Leistungsfähigkeit des Fahrbahndeckenbetons. Der Beitrag konzentriert sich auf den Vergleich von Ergebnissen der Erstprüfungen für Fahrbahndeckenbetone mit Portlandzement sowie Portlandkalksteinzement
Neue Rohre aus alten Rohren
Jorg M. Schrabback, Stuttgart
Rohre aus Beton und Stahlbeton können bereits heute als Quelle für rezyklierte Gesteinskörnung verwendet werden. Für eine richtige Kreislaufwirtschaft wäre allerdings die Verwendung eines möglichst hohen Anteils von Recycling-Betonbruch in der Rohrproduktion notwendig. Daher lotete Sika im Rahmen eines Pilotprojekts mit dem Bundesfachverband Betonkanalsysteme e.V. (FBS) und der Röser Unternehmensgruppe aus, ob sich eine 100%ige Verwertung des Betonbruchs aus Sicht der Produktion sowie der Betontechnologie umsetzen ließe. Die einzelnen Schritte von der Aufbereitung des Betonbruchs mit dem reCO2ver-Verfahren über Vorversuche im Labor bis zur industriellen Testproduktion führten zu wichtigen Erkenntnissen, welche die Beton-Kreislaufwirtschaft maßgeblich revolutionieren können. Der Beitrag konzentriert sich auf die Problemstellung und die in Laborversuchen gewonnenen Erkenntnisse.
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