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Ausgabe 12 | 2023

White Topping – Neue Ansätze zur Dimensionierung und baupraktischen Umsetzung 

Lukas Eberhardsteiner, Wien, Karl Kappl, St. Polten, Martin Peyerl, Wien, Sebastian Spaun, Wien 

Im Dezember 2020 wurde im Straßennetz des Bundeslands Niederösterreich eine Teststrecke in WhiteTopping-Bauweise errichtet. Ziel dieser Versuchsstrecke ist es, wichtige Erfahrungen mit dem Einsatz neuer Betonzusammensetzungen zu sammeln sowie Erkenntnisse zur Dimensionierung dieser Bauweise zu gewinnen. Dafür wurden Dehnungs- und Temperatursensoren als Instrumente für ein Monitoring eingebaut. Die vom Forschungsverein „Nachhaltige Betonstraßen“ gewonnenen Erkenntnisse über die White-Topping-Bauweise sind Basis für die Erstellung einer neuen Richtlinie in Österreich. 

Innovative Bauwerkserhaltung als Beitrag zur Nachhaltigkeit

Michael Raupach, Aachen 

Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit zur Reduzierung von Klimagasemissionen sowie der Ressourcenschonung wird die Bedeu­ tung der Nachhaltigkeit auch in der Bauwerkserhaltung weiter zunehmen. Eine Bewertung kann über die Betrachtung der Lebens­ zyklusphasen erfolgen. Die Ausführungen dieses Beitrags zeigen, dass es insbesondere in der Diagnose und Planung der Schutz­ und Instandsetzungsmaßnahmen sowie der Auswahl der Produkte und Systeme verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung der Nach­ haltigkeit gibt. Die Bandbreite reicht dabei von neuen Bindemitteln über Textilbeton bis hin zu Digitalisierung und Building Information Modeling (BIM).

Witterungswiderstand von Betonen; Teil 1 

Karl-Uwe Voß, Neuwied 

Betone für Außenbauteile müssen einen ausreichenden Witterungswiderstand (Frost- und ggf. auch Frost-Tausalz­Widerstand) aufweisen. Frost- und Frost-Tausalz-Schäden werden in erster Linie dadurch verursacht, dass sich Wasser beim Gefrieren um rd. 9 % ausdehnt und somit einen erheblichen Druck auf die Porenwände des Betons ausübt. Bei der Einwirkung von Tausalz kommen weitere Schadensmechanismen hinzu, die sich deutlich verstärkend auf die Schadensintensität auswirken und in erster Linie mit der Gefrierpunktserniedrigung des Wassers bei Vorhandensein von Tausalzen und dem Kristallisationsdruck beim Auskristallisieren der Tausalze in Verbindung stehen. Auf die Schadensintensität wirken sich u.a. folgende Einflüsse in erheblichem Umfang aus: Anzahl der Frostwechsel, Geschwindigkeit der Temperaturveränderung, Eingesetztes Taumittel, Größenordnung der Wassersättigung (mäßig oder stark) des Betons. Der Beitrag beschäftigt sich mit den Ursachen für Frost- und Frost-Tausalz-Schäden, mit den Schadenstypen und mit den Möglichkeiten zur Verbesserung des Frost- bzw. Frost-Tausalz- Widerstands.


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