Dünn, dauerhaft, tragfähig: Verstärken mit Carbonbeton
Alexander Schumann, Johannes Jähnichen, Elisabeth Schütze, Miriam Melzer, Dresden
Abriss und Neubau bestehender Bauwerke sind mit einem hohen Ressourcenverbrauch und erheblichen CO2-Emissionen verbunden. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Erhalt vorhandener Bausubstanz durch gezielte Verstärkung zunehmend an Bedeutung. Carbonbeton eröffnet dabei eine neue Möglichkeit für das nachhaltige Bauen im Bestand: Der korrosionsbeständige und leistungsfähige Verbundwerkstoff ermöglicht dünne, leichte und ressourcenschonende Verstärkungsschichten für bestehende Stahlbetonbauteile. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Grundlagen des CARBOrefit-Verfahrens zur Verstärkung mit Carbonbeton einschließlich der wesentlichen Ausführungsschritte und zeigt anhand ausgewählter Praxisbeispiele das Anwendungspotenzial der Technologie auf.
Normung fördert zirkuläres Bauen
Markus Brunner, Berlin
Beinahe alle Ressourcen auf dieser Welt sind endlich, viele davon sind knapp und zugleich steigt die Nachfrage. Ohne Kreislaufansatz werden diese früher oder später verbraucht sein und nicht mehr zur Verfügung stehen. Darüber hinaus kann der Verbrauch natürlicher Ressourcen verschiedene negative Umwelteffekte haben: Dass das Verbrennen fossiler Energieträger maßgeblich zum Klimawandel beiträgt, ist hinlänglich bekannt. Auch nachwachsende Rohstoffe zu nutzen, ist nicht per se unproblematisch. Der Flächenverbrauch für deren Anbau trägt dazu bei, dass die Biodiversität abnimmt. Alle Branchen müssen ihren Beitrag für mehr Ressourcenschutz leisten, darunter der Bausektor als einer der größten Ressourcenverbraucher und als eine der Schlüsselbranchen Deutschlands. Werden Stoffkreisläufe geschlossen und nicht vermeidbare Abfälle wiederverwendet, lassen sich Ressourcen nachhaltiger einsetzen. Kreislaufgerechtes Bauen gelingt jedoch nur mit Normen und Standards: Sie legen beispielsweise Anforderungen an recyclingfähige Bauprodukte und eindeutige Materialklassifizierungen für Hersteller und Recycler fest. Normung trägt dazu bei, standardisierte Methoden zu etablieren, die Leistungen und Produkte im Bereich des zirkulären Bauens vergleichbar machen. Doch noch gibt es Lücken – es fehlen Normen und Standards für den „Rücklauf“ im Kreislauf.
Marktübersicht Betonmischanlagen 2026
Holger Kotzan, Schermbeck
Der deutsche Markt für Betonmischanlagen ist eng mit der Entwicklung der Bauwirtschaft und insbesondere mit der Nachfrage nach Transportbeton verbunden. Betonmischanlagen bilden das infrastrukturelle Rückgrat der regional organisierten Transportbetonversorgung: Da Frischbeton nur innerhalb eines begrenzten Zeitfensters verarbeitet werden kann, müssen Produktion, Disposition und Auslieferung in räumlicher Nähe zu den jeweiligen Baustellen erfolgen. Entsprechend verfügt Deutschland über ein vergleichsweise dichtes Netz aus stationären Werken und mobilen Anlagen, das Wohnungsbauprojekte ebenso versorgt wie gewerbliche Bauvorhaben, öffentliche Gebäude und großvolumige Infrastrukturmaßnahmen. Der Absatz deutscher Betonmischanlagenhersteller ist dabei nicht auf den Heimatmarkt beschränkt: Die Branche ist international ausgerichtet, und deutsche Anbieter verfügen auch auf zahlreichen Auslandsmärkten über etablierte Marktpositionen.
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