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Premiere auf Autobahn A1

Spannbetonbrückenbinder mit einer Länge von 45 m

Erstmalig kamen beim Neubau der Brücke über die BAB A1 bei Münster Spannbetonbrückenbinder mit einer Länge von 45 m zum Einsatz. Dadurch ist es möglich, ohne Mittelunterstützung einen 6-streifigen Autobahnquerschnitt zu überbrücken. Die Konzeption des Spannbetonträgers erfolgte durch Professor Maurer, Ingenieurbüro KHP, in Kooperation mit der Autobahn GmbH, dem Bundesverkehrsministerium, vertreten durch Professor Marzahn, dem Prüfingenieur, Büro Thomas & Bökämp, sowie dem Unternehmen Echterhoff. Eingesetzt wurde ein hochfester Beton der Festigkeitsklasse C80/95. Die eigens hierzu erforderliche Entwicklung fand durch die Autobahn GmbH in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum, Professor Breitenbücher, statt.

Foto: Mirko Heuping, Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Westfalen

Das Auflegen der Spannbetonfertigteilträger erfolgte bereits vier Wochen nach Beginn der Fertigteilmontage der ersten Brückenwiderlager. Diese kurze Bauzeit wird möglich durch die Anwendung des neuen Baukonzepts der Firma Echterhoff. Eine weitere Innovation ist der Einsatz der neuen Hybridkappenkonstruktion aus Carbonbeton mit aufgesetztem Geländer. Dadurch können alle weiteren Arbeiten für die Ergänzung der Brückenplatte von oben aus in dem geschützten Brückenbereich erfolgen, sodass kein weiterer Eingriff in den Verkehrsraum der Autobahn notwendig ist. Somit war für den Neubau dieser Brücke nur eine einzige Wochenendsperrung der Autobahn erforderlich. Die gesamte Dauer des Neubaus, vom Abriss bis zur Fertigstellung, soll vier Monate betragen.